zuletzt geändert:
 14.11.2018

Zusammenarbeit
Kontakte "zur Politik"

siehe auch:

Stellungnahmen

Der BABdW hat mit der BAMB e.V. und und dem BKEW im Januar 2015 auf Bundesebene eine Arbeitsgemeinschaft (BAMB) gebildet. Diese unabhängigen Verbände schließen Vertretungen von Angehörigen und rechtlichen Betreuern insbesondere von geistig beeinträchtigten Menschen zusammen.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die besonderen Anliegen der Menschen, die das aufgrund ihrer kognitiven oder mehrfachen Beeinträchtigung selbst nicht können, in Erinnerung zu rufen. In der Öffentlichkeit, besonders aber gegenüber Politik und Ministerialbehörden, muss immer wieder nachdrücklich ins Bewusstsein gehoben werden:

Teilhabe auch für Menschen, die sie nicht selbst einfordern können!

Unter diesem zentralen Motto haben wir in einer vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Informationsveranstaltung Ende September 2015 in Berlin unsere wichtigsten Forderungen für diese Menschen dargestellt (s. 1).

Zudem führten wir gemeinsam Gespräche in Berlin und Bonn im Zusammenhang mit den geplanten gesetzlichen Neuregelungen (BundesTeilHabe-Gesetz; s.a. 2) oder entsandten Delegierte in einschlägige Veranstaltungen / Tagungen wie "Werkstattgespräch zur Weiterentwicklung des Nationalen AktionsPlans" (zur Umsetzung der UN-BRK in der Bundesrepublik Deutschland, s. 3), "Inklusionstage 2015" (s. 4), "Inklusion kennt keine Grenzen!" u.a.m.

Diese gemeinsamen Aktivitäten führten auch zur Berufung eines unserer Vertreter in den Beirat eines Forschungsprojekts des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucher­schutz (BMJV) zur Qualität der Betreuung, wo die Sachkompetenz von betroffenen Angehörigen schwer geistig (bzw. mehrfach) beeinträchtigter Menschen einfließen soll.

Gegenwärtig bemühen wir uns stellvertretend gemeinsam auch im Bundesministerium für Gesundheit, die besonderen Probleme dieser Menschen bei ihrer Gesundheitsversorgung und Pflege im Sinne des o.g. Mottos ins Bewusstsein zu rücken. Wir fordern, dass ihre Bedürfnisse auch endlich in den gesetzlichen Regelungen hinreichend berücksichtigt werden.

Wir arbeiten uneigennützig ausschließlich für die Interessen derer, die das selbst nicht können. Leider müssen wir oft feststellen, dass die besonderen Probleme geistig beeinträchtigter Menschen und ihrer rechtlichen Betreuer in lebenspraktischen Situationen nicht bekannt sind. Das gilt auch für die "Regelsetzer" und selbst für Vertreter andersartig beeinträchtigter Menschen. Das Einbringen ganz ungeschminkter, nüchterner Informationen "von der Basis" ist ein äußerst notwendiger Prozess und wird in der Regel auch registriert.
Um wirklich effektive Lobby-Arbeit im Sinne unseres o. g. Mottos permanent und penetrant leisten zu können, benötigen wir noch viel mehr Menschen, die bereit sind, sich ausschließlich ehrenamtlich wie wir intensiv einzubringen für jene, die das selbst nicht können.

Die Würde auch schwerst geistig Beeinträchtigter ist schützenswert!